Diskussion zum Thema Extremismus
Über unterschiedliche Formen des Extremismus, Diskriminierungen und Antisemitismus diskutierten am 23.09. die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe mit dem Autor und Theaterpädagogen Burak Yılmaz.
Burak Yılmaz, ist Pädagoge und Autor und engagiert sich seit vielen Jahren in der politischen Bildungsarbeit. Bekannt wurde er insbesondere durch sein Buch „Ehrensache – Kämpfen gegen Antisemitismus“. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen insbesondere die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie die Stärkung einer demokratischen Haltung. Für sein vielfältiges Engagement wurde er mehrfachausgezeichnet, u.a. mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.

Anhand seiner eigenen Biographie, aufgewachsen als Kind einer kurdisch-türkischen Familie in Duisburg-Marxloh, und seiner theaterpädagogischen Arbeit mit Gefängnisinsassen beschrieb er eindrücklich, wie Radikalisierungsprozesse ablaufen können. Diese entstehen oftmals durch persönliche Krisensituationen und er erläuterte wie wichtig es dann ist, durch Familie, Vertrauenspersonen und Freunde aufgefangen zu werden, um nicht in die Fänge von Extremisten zu geraten. Insbesondere über das Internet und Soziale Medien werden oftmals einfache Lösungen für komplexe Probleme angeboten, die dann der Einstieg in eine Radikalisierungsspirale sein können.
Er forderte die Schülerinnen und Schüler auf entschieden gegen Extremismus einzustehen und aufeinander zu achten. Auch dumme Sprüche und Beleidigungen „nur aus Spaß“ sollten nicht akzeptiert werden.
Anschließend nutzten viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, intensiv mit Burak Yılmaz über ihre eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung, den Rechtsruck und Islamismus zu diskutieren.
Die Veranstaltung wurde durch die Stadt Marl unterstützt.
















